Dominik Forster am Erasmus-Gymnasium

Mit 17 die ersten Drogen, mit 21 im Knast, mit 34 clean – Einblicke in ein bewegtes Junkie-Leben


„Niemand hat vor, süchtig zu werden“ und „Niemand plant seinen Absturz“. Aussagen, die Dominik Forster nicht müde wird zu wiederholen, denn das ist es, was er selbst hautnah erfahren hat. Wie genau er in den Drogensumpf geraten ist und durch welche Tiefen er gegangen ist, davon hat der Ex-Junkie den Stufen 9 und EF im Rahmen der Drogenprävention am Erasmus ungeschönt berichtet.

„Mit 17 habe ich angefangen Drogen zu nehmen. Mit Ende 21 saß ich im Knast wegen 1,5 Kilo Speed. Zu Recht. Danach folgten Obdachlosigkeit und 23.000 Euro Schulden Privatinsolvenz. 2012 war mein Leben im Arsch.“


So fasst Dominik Forster, 34 Jahre, seinen Weg in die Drogenabhängigkeit zusammen. Er hat am eigenen Leib erfahren, was es heißt, süchtig und abhängig zu werden und am Ende abzustürzen. In einem emotionalen, rohen und drastisch formulierten, aber dadurch sehr authentischen Vortrag hat Forster (nicht verwandt mit Mark Forster, wie er betonte 😉) den Schüler:innen Drogenkonsum und die Folgen dessen auf eine ganz andere Art nähergebracht.

„Jeder, der Drogen nimmt, möchte sein Leben dadurch verbessern. Denn niemand plant seinen Absturz.“ Mit dieser Annahme startet Forster in seinen knapp zweistündigen Vortrag, der von der Drogenbeauftragten des Erasmus-Gymnasiums, Claudia Weiß, organisiert wurde.

Im weiteren Verlauf seines Vortrages nutzt Forster eine eingängliche Metapher, um die Gefühle zu beschreiben, die Drogen verursachen: Er vergleicht nämlich den Drogenkonsum und den damit verbundenen anschließenden Absturz mit einer Rakete. Drogen zu konsumieren führe zu Freiheits- und Glücksgefühlen: die Rakete hebe ab. Aber was passiert danach wirklich? „Die Frage ist nicht, ob die Rakete explodiert, sondern wann.“

Weniger explosiv ist dagegen die Entstehung der Sucht. „Es ist eine Entwicklung“, erklärt Forster. Dann beschreibt er seine Biographie vom Kindesalter an bis zur Gegenwart, in der er langsam, aber sicher in die Abhängigkeit rutschte. Vom Gefängnisaufenthalt bis zu seinem Suizidversuch – der Experte lässt kein Tief in seiner Erzählung aus. Seine Worte und Erfahrungen gehen den Zuhörenden unter die Haut, denn Forster berichtet ehrlich und authentisch von den körperlichen sowie geistigen Bedrohungen.


Seine Rettung war schließlich eine Therapie in den Alpen, bei der er herausfand, wie er ein natürliches High in Naturerlebnissen finden konnte. Die Realität, die ihn zu Hause schnell eingeholt hat, wurde ausgeglichen durch seinen Rettungsring: die Liebe zu seiner jetzigen Frau. Heute kann Dominik Forster sagen: „Ich liebe mein Leben. Ich bin elf Jahre clean, acht Jahre trocken, und habe meine Leidenschaft zum Beruf gemacht.“

Forsters Mission am Erasmus und anderen Schulen ist klar: Deutlich zu machen, dass es in Ordnung ist, Erfahrungen zu machen. Aber sich selbst dabei nicht zu verlieren, sei essentiell. „In jedem brennt ein Feuer“, so Forster, welches häufig durch andere unterdrückt werde. Dieses Feuer wieder groß zu machen, sei ein guter Weg zum Ziel, sein eigenes Glück zu finden. Dieses sprachliche Bild führt er weiter, indem er beschreibt, dass das Feuer zum Aufflammen Benzin benötige. Das Benzin steht hierbei stellvertretend für unsere Träume und Forsters Botschaft lautet dementsprechend: „Fangt an zu träumen!“

Der Vortrag ist an dieser Stelle beendet, die Drogenprävention geht jedoch weiter: Die Stufen 9 und EF haben nun für ein Jahr durch Forsters Video-Coaching-Programm die Möglichkeit, einen Weg zu finden, „das Feuer zum Lodern zu bringen.“ Der Experte selbst vergleicht sein „Power“-Programm übrigens mit YouTube-Videos-Gucken - nur eben mit Inhalt. „Ich erkläre, wie Sucht entsteht, wie sie funktioniert und zeige konkrete Übungen auf, um Gewohnheiten zu entwickeln, welche dafür sorgen, dass die Schüler:innen das Interesse an Drogen vollkommen verlieren.“


Ihr möchtet mehr über Dominik Forster erfahren oder euch über Drogenkonsum und dessen Folgen informieren? Dann klickt euch durch seine verschiedenen Social Media-Auftritte:

Instagram: https://www.instagram.com/dominikforster/?hl=de)

YouTube: https://www.youtube.com/channel/UCoMZAJLqlC6WEPV5stind5w

Spotify: https://open.spotify.com/artist/7sow6VOl8ODHKwTG9Z9pQX

 

(ID mit freundlicher Unterstützung von Frau Mohr)

 


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