Musikalische Lesung - „Deutschland, siehst du das nicht?“

„Deutschland, siehst du das nicht?“ - Musikalische Lesung zum Untergang der Weimarer Republik (1929-1933) im Erasmus-Gymnasium


Zum inzwischen dritten Mal gastiert am Samstag, dem 24. Januar 2026, der aus Film und Fernsehen bekannte Schauspieler Roman Knižka gemeinsam mit dem Bläserensemble OPUS 45 im Rahmen einer Deutschland-Tournee im Erasmus-Gymnasium.

Im Mittelpunkt der musikalischen Lesung stehen die letzten Jahre der Weimarer Republik von 1929 bis 1933, die geprägt waren vom schleichenden Nieder- und schließlich Untergang der ersten deutschen Demokratie. Der Titel des Programms geht zurück auf eine Zeile aus dem Gedicht „Deutschland, erwache!“ von Kurt Tucholsky. Texte von ihm sowie von Erich Kästner, Mascha Kaleko und Bertolt Brecht und anderen zeitgenössischen Schriftstellern werden im Zentrum der Lesung stehen. Alle diese Autoren eint der weitsichtige, aber letztlich vergebliche Versuch, vor dem drohenden Untergang der demokratischen Ordnung zu warnen.

Doch zeigt die Veranstaltung auch eine andere Seite dieser Epoche: Die Weimarer Jahre nicht nur von politischen Krisen geprägt, sondern waren ebenso eine Phase außergewöhnlicher kultureller Blüte, wie es sie weder davor noch danach in dieser Form gegeben hat. In nahezu allen Bereichen der Kunst entstanden in dieser Zeit neue, mutige Ausdrucksformen – nicht zuletzt in der Musik. OPUS 45 präsentiert hierzu u.a. Auszüge aus Werken von Hanns Eisler, Kurt Weill und dem amerikanischen Jazzkomponisten Cole Porter, die die stilistische Vielfalt jener Zeit eindrucksvoll widerspiegeln.

Viele dieser zuvor gefeierten Schriftsteller, Musiker und Künstler wurden nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten Opfer von Repression und Verfolgung. Und so steht auch über dieser Lesung unausweichlich die Frage: „Wie konnte es zum Untergang der ersten deutschen Demokratie kommen und welche Lehren können oder sogar müssen wir aus dieser Zeit ziehen?“

Wir freuen uns sehr, Roman Knižka und dem Ensembe OPUS 45 auch in diesem Jahr wieder eine Bühne bieten zu dürfen.

Die Veranstaltung wird vom Rhein-Kreis-Neuss finanziert. Der Eintritt ist daher frei. Weitere organisatorische Informationen (z.B. Anmeldung über QR-Code) finden Sie im angehängten Plakat.

P. Reinders



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