Krieg in der Ukraine

Liebe Schülerinnen und Schüler,


in diesen Tagen blicken wir alle mit großer Sorge und Betroffenheit auf den schrecklichen Krieg in der Ukraine. Der Einmarsch der russischen Armee und die dadurch ausgelösten kriegerischen Auseinandersetzungen auf dem Gebiet der Ukraine führen auch in Deutschland, auch in Grevenbroich zu Unsicherheiten und Ängsten. Die beste Schutzwehr gegen Unsicherheiten und Ängste ist Wissen. Was aber ist wahr, angesichts der teilweise widersprüchlichen und irreführende Nachrichten und Posts in den sozialen Medien und Netzwerken?


Die Schule ist der Ort um eure Gedanken und Gefühle im Unterricht aufzugreifen und zu thematisieren. Genau das werden wir in den nächsten Tagen in verschiedenen Fächern tun, und zwar in allen Jahrgangsstufen. Zwei Dinge möchte ich euch an dieser Stelle bereits mitgeben:


  1. So berechtigt unsere Sorge und Betroffenheit sind - so unnötig ist die Angst. Mit der Angst verhält es sich nämlich so: Sie wird größer, je mehr Nahrung wir ihr geben. Diejenigen, die die Angst in uns säen, die uns ängstlich und schwach sehen wollen, haben es aber nicht verdient, dass sie damit Erfolg haben.
  2. Anstelle ängstlich zu sein, wollen wir uns stärken, indem wir zeigen, dass wir offen, tolerant, angstfrei und friedlich miteinander leben können. Diesen Krieg in der Ukraine steuert und verantwortet allein die russische Staatsführung. Es ist kein Krieg der russischen Bevölkerung gegen die ukrainische Bevölkerung.


Im Erasmus-Gymnasium leben alle Nationen friedlich unter einem Dach. Auch Schülerinnen und Schüler der Ukraine, auch russischstämmige Schülerinnen und Schüler. Und das ist gut so. An unserer Schule ist kein Platz für Einschüchterungen oder Schuldzuweisung. Es ist euer Beitrag und euer Verdienst, dass das auch so bleibt.


Also: Haltet eure Herzen offen für die Geplagten, aber öffnet auch euren Verstand für eure Urteilskraft. Ein schärferes und verlässlicheres Instrument gibt es nicht.


Ich wünsche uns allen Frieden.


Dr. Michael Collel

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