Gedenkveranstaltung "Gegen das Vergessen"

In Gedenken an den ehemaligen Schüler Fritz (Fred) Stern

Wie in den Jahren zuvor so auch am heutigen Tag, den 18. September, erinnerte das Erasmus Gymnasium erneut im Rahmen der Initiative „Gegen das Vergessen – Wir zeigen Gesicht“ an die Verbrechen der nationalsozialistischen Zeit, welche sich unter anderem auch in der Stadt Grevenbroich zugetragen haben. Am Geburtstag des ehemaligen jüdi-schen Schülers Fritz Stern, gedenket die Schulgemeinschaft des Erasmus Gymnasiums alljährlich mit einer Kranzniederlegung und einer Gedenkveranstaltung – an den beiden Stolpersteinen von Fritz und Walter Stern – an die Opfer des Holocausts.


In diesem Jahr hatten wir die besondere Ehre jüdische Nachfahren der Familie Katz - einer ehemaligen Grevenbroicher Familie – zu empfangen und mit ihnen gemeinsam die Gedenkveranstaltung zu begehen, um an die Verbrechen und die Opfer der nationalsozialis-tischen Zeit in Deutschland und in Grevenbroich zu erinnern.


Mari und Joan, die beiden Töchter von Lieselotte Katz, einer Holocaust Überlebenden aus Grevenbroich, wurden von ihren Ehemännern Peter und Steve begleitet. Gemeinsam berichteten sie im Anschluss an die Gedenkveranstaltung den anwesenden Schülerin-nen und Schülern eindrucksvoll über das Leben ihrer Eltern und Großeltern während der nationalsozialistischen Zeit hier in Grevenbroich. Ihre persönlichen Darstellungen und Erzählungen berührten die anwesenden Schülerinnen und Schüler tief und nachhaltig. Des Weiteren machten ihre Ausführungen sehr deutlich, wie wichtig es ist die Erinne-rungen an diese schlimmen Ereignisse wachzuhalten und zukünftig verantwortungsvoll mit ihnen umzugehen. Gerade in dieser sehr intimen und persönlichen Gesprächsat-mosphäre wurde allen anwesenden Schülern und Lehrern deutlich, dass ein couragier-ter Einsatz von heutigen Generationen für mehr Menschlichkeit und Toleranz, sowie ge-gen Rassismus und Diskriminierung essentiell für das gemeinsame Miteinander weltweit ist.


Ein besonderer Dank gilt Herrn Ulrich Herlitz vom Geschichtsverein Grevenbroich, der durch sein außerordentliches Engagement und seine Initiative maßgeblich zur Realisie-rung dieses Treffens beigetragen hat. Ohne seine Unterstützung wäre diese wertvolle Begegnung gewiss nicht möglich gewesen.

Wir danken unseren Gästen aus England von Herzen für ihren Mut und ihre Offenheit. Wir wünschen eine gute Heimreise und freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen!

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