Erasmus-Schüler:innen auf Gedenkstättenfahrt in Krakau und Auschwitz
Knapp 200 Schüler:innen aus Grevenbroich haben die ersten Tage der Osterferien genutzt, um an einer freiwilligen Gedenkstättenfahrt nach Krakau und Auschwitz teilzunehmen. Unter der Federführung von Sebastian Potschka (Realschule Kaarst) begaben sich mehr als 80 Schüler:innen des Erasmus-Gymnasiums in die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrations- und Vernichtungslagers in Auschwitz, um sich dort intensiv mit der Geschichte des Holocaust auseinanderzusetzen. Außerdem besuchten sie in Krakau verschiedene Orte, die mit der Demütigung, Entrechtung, Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch die Nationalsozialisten während der NS-Diktatur in Verbindung stehen.
Stellvertretend für alle Opfer des Holocaust erinnerte Ulrich Herlitz, Vorsitzender des Geschichtsvereins Grevenbroich, an das Schicksal der Grevenbroicher Jüdin Recha Katz, die 1941 als Zweijährige mit ihrer Mutter nach Riga deportiert wurde und dann als Waise mit einem Kindertransport weiter nach Auschwitz verbracht wurde, wo sie im Alter von nur vier Jahren ermordet wurde.
Um sich diesen Ort, der zum Symbol für die nationalsozialistische Terror- und Gewaltherrschaft geworden ist, mit eigenen Augen anzuschauen, nahmen die Schüler:innen nicht nur eine ca. vierzehnstündige Busreise auf sich, sondern gaben auch viereinhalb Tage ihrer privaten Ferien her, um sich mit den Verbrechen und der menschenverachtenden Ideologie der Nationalsozialisten zu beschäftigen. „Dies spricht eindrücklich für das Interesse und die couragierte Haltung der Schüler:innen“, hebt Geschichtslehrer Till Krewer hervor.
Ein großer Dank gilt Sebastian Potschka für die gewohnt perfekte Organisation der Fahrt und Ulrich Herlitz für die fachkundige Begleitung.










