Begabungsförderung - L.U.P.E.

Das ERΛSMUS Gymnasium fördert in besonderer Weise sprachbegabte Schülerinnen und Schüler. Auf der Basis eines erhöhten Stundenumfangs in Englisch in 5-6 erfolgt im bilingualen Zweig Englisch ab Klasse 7 der Unterricht auch in Erdkunde, Geschichte und Politik in englischer Sprache. Der bilinguale Zweig wird in der Oberstufe fortgeführt und schließt im Abitur mit einer entsprechenden Zusatzqualifikation ab. Ein weiteres bewährtes Angebot der Begabtenförderung besteht in den Lateinklassen, in denen die Schüler neben der Fortführung des Englischunterrichts der Grundschule Latein als 2. Fremdsprache bereits ab Klasse 5 lernen. Auch haben interessierte Schüler in der Erprobungsstufe die Möglichkeit, innerhalb des regulären Musikunterrichts -unabhängig von der gewählten Eingangssprache- ein Blas- oder Streichinstrument zu erlernen (Musikklassen). Diese Förderung wird in Kooperation mit der Musikschule des Kreises Neuss durchgeführt. L.U.P.E. Beginnend mit dem Schuljahr 2011/12 wird erstmalig am ERΛSMUS Gymnasium ein besonderes Förderprogramm für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5-7 durchgeführt, die im geisteswissenschaftlichen, künstlerisch-musischen oder naturwissenschaftlichen Bereich besondere Begabungen besitzen. Vor dem Start der Maßnahme etwa in der 7. Schulwoche nach den Sommerferien werden auf der Grundlage sorgfältiger Diagnostik, zu der Unterrichtsbeobachtungen, Gespräche mit Lehrkräften, Eltern, den Schülerinnen und Schülern sowie konkrete diagnostische Fragebögen gehören, die Gruppenbildungen vorgenommen. Über einen Zeitraum von 6 Monaten arbeiten im Folgenden jeweils 10 Schülerinnen und Schüler pro Förderbereich einmal wöchentlich außerhalb der Unterrichtszeit an einem Projekt ihrer Wahl. Individuell begleitet und unterstützt werden sie über den gesamten Zeitraum durch Lehrkräfte, deren Focus aber insbesondere auf der Förderung der Schülerselbstständigkeit liegt. Die angebotene Unterstützung bezieht sich in erster Linie auf die Beratung zu einzelnen Schritten der Projektdurchführung dem Sammeln, Erarbeiten, Strukturieren und Präsentieren von Informationen. Während der gesamten Projektphase wird von jedem Teilnehmer ein so genanntes „LOGBUCH“ geführt, in denen die Projektteilnehmer die einzelnen Arbeitsschritte und –fortschritte dokumentieren. Dieses versteht sich demnach sowohl als Portfolio projektrelevanter Dokumente als auch als Advanced Organizer für die gesamte Projektplanung. Dabei erschöpft sich das LOGBUCH nicht in der Funktion eines Verlaufsprotokolls der einzelnen Projektarbeitsschritte und Fortschritte, sondern ist insbesondere als Progression und Problemlösungsstrategien förderndes Projekttagebuch ausgestaltet, das einen verbindlichen und regelmäßigen Austausch zwischen Teilnehmer und Betreuer vorsieht. Schließlich kann es mit dem integrierten Evaluationsbogen als qualitatives Instrument zur kritischen Revision a) der Schülerauswahl b) der Begabungsdiagnostik c) der Beobachtungskriterien dienen. Ein zentraler Aspekt ist die Präsentation des Projektes, die an einem speziell dafür vorgesehenen Nachmittag vor Lehrern, Schülern und Eltern stattfindet. Hierdurch erfahren die Schülerinnen und Schüler nicht nur Wertschätzung und Anerkennung für ihre Arbeit, sondern lernen auch, ihre Fähigkeiten besser zu reflektieren. Dieser Kompetenzzuwachs im Vertrauen auf die eigene Person stellt ein zentrales Ziel der Maßnahme dar.