Europaschule - Projekte & Wettbewerbe

Europa AG Die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I erhalten am ERΛSMUS Gymnasium die Möglichkeit, ein außerunterrichtliches Kursangebot zu ihrer individuellen Förderung zu wählen. Einer dieser Kurse beschäf-tigt sich im mit dem Thema „Europa und die Europäische Union“. In die-sem Kurs, der von einer Politiklehrerin des ERΛSMUS Gymnasiums für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 angeboten wird, lernen die Teilnehmer exemplarisch die Bedeutung der Europäischen Union in ihrem Alltag kennen. Dabei unternahmen die Teilnehmer zunächst ge-meinsam eine gedankliche Zeitreise, blickten auf die Anfänge der Euro-päischen Union zurück und erfahren mehr über die Motive für die Grün-dung der Europäischen Union. Das Motiv der Friedenssicherung nimmt dabei einen besonderen Stellenwert ein. Dieser Kurs richtet den Blick aber nicht nur auf die historische Entste-hung der Europäischen Union, sondern auch auf die Gegenwart. Bei dem EU-Planspiel, das von der Karl-Arnold-Stiftung in Kooperation mit dem Civic-Institut organisiert und durchgeführt wird, beschäftigten sich die Teilnehmer mit der Frage, ob die Länder Serbien, Mazedonien und Kosovo den Status eines EU-Beitrittskandidaten erlangen sollen. Per Zufall wird den Teilnehmern einer der folgenden Akteure zugeteilt, die auch in der „realen“ EU bei einer solchen Entscheidung beteiligt sind: das Europäische Parlament, die Europäische Kommission, der Rat der EU (auch „Ministerrat“ genannt) oder Regierungsvertreter einer der an-tragstellenden Länder. Die Schülerinnen und Schüler haben dabei die Aufgabe, die Interessen ihrer „Rolle“ zu vertreten und zu versuchen, ihre Mitspieler in simulierten demokratischen Prozessen und Debatten zu überzeugen. Zum Abschluss des EU-Planspiels unternehmen die Teilnehmer eine Tagesexkursion nach Brüssel, bei der sie die „realen“ EU-Institutionen besuchen können und Zuschauer einer Plenarsitzung im Europäischen Parlament sind. Ein weiteres Highlight der Exkursion ist der Besuch der Europäischen Kommission, wo sie von einem ehemaligen Schüler des ERΛSMUS Gymnasiums empfangen werden, der heute als Jurist für Umweltrecht bei der Kommission beschäftigt ist. Dieser Besuch stellt für die Schülerinnen und Schüler eine besondere Verbindung zwischen dem ERΛSMUS Gymnasium und der Europäische Union dar und bietet den Schülern die Chance, Fragen an einen EU-Beamten zu stellen. Die Erfahrungen, die die Schülerinnen und Schüler durch die Teilnahme an diesem Kurs gewinnen ermöglichen ihnen einen differenzierten Blick auf Europa und die Europäische Union, sowie einen persönlichen Bezug zum Thema und eine individuelle Auseinandersetzung mit der eigenen europäischen Identität. European Youth Debating Competition Debattieren ist mehr als nur streiten, seit drei Jahren lernen die Mitglieder des Debattierteams am ERΛSMUS Gymnasium, dass es um strukturierten intellektuellen Austausch geht, Debattieren die Grenzen alltäglicher Konversationen überschreitet und neue Dimensionen eröffnet. Der Internationalität wegen geschieht dieser Austausch auf Englisch. Dass sich dabei eine Leidenschaft entwickelt, ist selbstverständlich. Im letzten Mai eröffnete sich dann die Möglichkeit, diese Leidenschaft über die Schulgrenzen hinauszutragen. Durch unseren Debattier- Coach Miss Donovan auf die sogenannte European Youth Debating Competition hingewiesen unterstützte diese mich im Rahmen der AG bei der Bewerbung, die schließlich zu meiner Teilnahme am deutschen Finale in Frankfurt führte. Die European Youth Debating Competition findet in 9 EU-Staaten statt, wobei in jedem Teilnehmerland ein nationales Finale stattfindet. Die drei nationalen Gewinner dürfen zum europaweiten Finale am 9. Oktober weiterreisen. Innerhalb des nationalen Finales (das deutsche fand am 4. Mai 2019 statt) treten 40 jugendliche Schüler und Studenten des ganzen Landes auf Englisch und Deutsch gegeneinander in einem freien Debattierwettbewerb an und diskutieren relevante Themen, die von immenser Bedeutung für das globalisierte Europa sind. Als Juroren agieren Profis aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Presse. Das diesjährige Thema hinterfragte die Möglichkeit einer Zukunft trotz Weiterverwendung von Plastik- und Petrochemieprodukten. Innerhalb einer kurzen Vorbereitungszeit mussten verschiedene Aspekte erarbeitet und eine Kurzrede vorbereitet werden unmöglich ohne ausführliche Vorbereitung. Dass diese Themen auch vorher im bilingualen Unterricht erarbeitet worden waren und im Debating Club von Miss Donovan auf der Agenda gestanden hatten, war von immenser Hilfe. Als es dann schließlich zur großen Debatte kam, waren Faszination und Aufregung die vorherrschenden Emotionen. Der Austausch zwischen so vielen passionierten jungen Menschen auf internationaler Ebene regte nicht nur uns Schüler zu neuen Ideen an, sondern schien auch die Juroren welche auch in diesem Themenbereich agieren zu inspirieren. Argumentationen auf so vielfältigen Ebenen von Wirtschaft bis hin zu Wissenschaft erlaubten eine neuartige Immersion in diese Thematik. Bei der Preisverleihung im Literaturhaus war das tatsächliche Ergebnis ich endete als Runner-Up zweitrangig. Vielmehr überdachten alle die Geschehnisse und Erfahrungen der letzten zwei Tage. Dank der Unterstützung unseres Coaches und der Lehrer war es mir möglich, als Runner-Up der Versammlung des Konzerns Plastics Europe beizuwohnen und vor den Größen europäischer Wirtschaft zu sprechen. Zurück am ERΛSMUS eröffneten sich mir nun die Möglichkeiten, von Erfahrungen und Erkenntnissen zu berichten – und hoffentlich die Internationalität dieser europäischen Immersion zu verbreiten.
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